Natur & Technik : Physik für die Westentasche

Physik für die Westentasche

EUR 7,20


Die ganze Welt der physikalischen Gesetze auf 120 Westentaschen-Seiten unterzubringen -- dieser Aufgabe hat sich Harald Lesch, Astrophysiker an der Universität München, zusammen mit einer Gruppe von 15 Studenten gestellt. Denn obwohl wir in einer hochtechnisierten Welt leben, ist Physik für die meisten Menschen ein Buch mit sieben Siegeln, ein nur für Fachleute verständliches Gewirr aus Formeln und Begriffen. Da soll Physik für die Westentasche Abhilfe schaffen, und zwar schnell und gründlich. Zum Einstieg werden alte Bekannte wie Das Atom und Das Periodensystem der Elemente -- das für die Physik ebenso wichtig ist wie für die Chemie -- vorgestellt und die Frage Was ist Radioaktivität? beantwortet. Dann geht es ins Detail: Begriffe wie Energie, Druck, Masse, Impuls und Ladung werden unter die Lupe genommen und damit die Voraussetzungen für die weiteren Kapitel geschaffen. Unter der Überschrift Physikalische Methoden und Konzepte wird dargelegt, was genau unter einem Experiment zu verstehen ist, was Felder sind und was der Begriff Kausalität in der Physik bedeuten kann. Schließlich werden Fenster in den Kosmos geöffnet, Fragen nach Raum, Zeit und Schwerkraft diskutiert und aktuelle Theorien über Raumkrümmung und Schwarze Löcher dargelegt. Im Gegenzug verengt sich der Blick auf den nicht minder komplexen Mikrokosmos, von Heisenbergs Unschärferelation und Schrödingers Katze ist die Rede, von unterschiedlichen Wechselwirkungen, Quarks und Bosonen. Ein abschließendes Kapitel geht auf Anschauliche Phänomene und Technologien ein, auf Blitze, Laser, Kernfusion und -- ja, auch das -- Zeitreisen. All das auf 120 Seiten? Eben in dieser Beschränkung liegen Stärken und Schwächen des Buches. Mögen sich Begriffe wie Reibung und Vakuum noch in wenigen Absätzen erläutern lassen, ist dieser Anspruch bei der Quantenmechanik oder gar Stephen Hawkings Branenwelten nicht mehr einlösbar. Deshalb ist Physik für die Westentasche zwar über weite Strecken auch dem Laien zugänglich, aber manche Passagen setzen durchaus ein gewisses Fachwissen voraus. Das macht natürlich auch neugierig, aber eine kommentierte Bibliografie mit weiterführender Literatur sucht man vergeblich. Gute Ansätze also, aber im Ganzen stellt sich die Frage nach der Zielgruppe für ein solches Buch. --Felix Darwin

Etwas trocken, aber gut. - Physik für die Westentasche ist eine Art Lexikon oder Nachschlagewerk für Physikalische Begriffe. Harald Lesch erklärt kurz, pregnant und verständlich die gängigen Begriffe aus der Welt der Physik. Er lässt es sich auch nicht nehmen, neben dem gelesenen, seine eigenen Bemerkungen und Vergleiche unterzubringen. Dennoch ist dies hier nicht vergleichbar mit seiner Sendung Alpha Centauri, indem er frei sprechen konnte um seine Vorstellungen in Worte zu fassen. Physik für die Westentasche wirkt mir als Lesch-Fan etwas zu sehr abgelesen und es kommt mir ein bischen zu wenig von Lesch s ausschweifender Art darin vor. Deshalb erlaube ich mir einen Stern abzug, für ein ansonsten gelungenes Hörbuch.Physik für die Westentasche: ISBN 978-3938956069

Sehr gut! - Für den schnellen Überblick wirklich top, jedoch auch nur für den schnellen Überblick.Gruß

Knapp - teilweise zu knapp - Eigentlich eine Gute Idee - ein Physikbüchlein zum schnellen Nachschlagen. Oft reichen auch die vorgegebenen zwei Seiten, um einen Einblick in das jeweilige Thema zu bekommen - aber manchmal wäre es auch gut gewesen, wenn man für komplexere Themen etwas mehr eingeräumt hätte, anstatt sich sklavisch an die Doppelseite zu halten. Für ein Thema wie Reibung mag eine Doppelseite ausreichend sein, aber Gebiete wie die spezielle Relativitätstheorie lassen sich kaum auf zwei Seiten ausreichend beschreiben

Chance vertan - Eigentlich ja eine super Sache: Da ist einem in den Jahren das Wissen aus dem Physik Unterricht verloren gegangen, und nun kommt da jemand und erklärt einem fachlich korrekt und gleichsam locker die Materie auch noch so, dass man es einfach beahlten muss...Ich finde den Ansatz ganz hervorragend, allein an der Ausführung hapert es. Herr Lesch formuliert zunächst die einzelnen kurzen Kapitel relativ genau und manchmal doch mit so vielen Details, dass man sofort gerne nachfragen möchte. Die anschließende Kommentierung fällt dann allerdings so schlapp und gewollt witzig/kumpelhaft aus, dass man sich fragt, warum das nötig ist - manchmal ist das geradezu ärgerlich. Besser wäre hier eine Kommentierung mit einfachen Beispielen und dem Bezug auf verwandte Themen - nur in wenigen Kapiteln gelingt das Herrn Lesch. Unter dem Strich also nur zwei Sterne.

Buch geht so, Hörbuch aber gut ! - Ich bin zwar ein alter Fan von Harald Lesch aber hier kann und will ich seinem Quot-Team nicht mehr als 3 Sterne geben, denn die Themen wurden auf dem knappen Platz einfach nicht gut genug erklärt. Meist wird der knappe Platz von einer 3/4-Seite der noch zur Verfügung steht leer gelassen, obwohl das bisschen mehr an Ausführung auf dem knappen Platz hätte gewinnbringend angelegt werden können und eine halbe Seite mehr zu lesen dauert nur ein paar Sekunden. Insgesamt wären bessere Ideen angesagt gewesen die Themen zu erklären, es kommt einem vor als ob die Themen von den Studenten mal eben so auf die schnelle geschrieben wurden...Dies bezieh sich aber ausdrücklich nicht auf das Hörbuch passend zur Lektüre, denn auf dem Hörbuch findet man sehr schöne ergänzende Kommentare von Lesch gesprochen, also unbedingt das Hörbuch vorziehen, dass ich auf jeden Fall empfehlen kann! Da wird quasi der letzte fehlende Pfiff zum Buch ergänzt.




Physik für die Westentasche